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Weltttag Internetzensur

 

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Hommage an die vielen Mitwirkenden hinter dem AK Vorrat

 

AKVH

Die Geschichte des AK Vorrat 2004-2010 aus einem anderen Blickwinkel

gibt es hier als JPG in DIN A3 zum herunterladen (CCPL DE 3.0 BY-NC-SA)


 

Wie stellt man ein so komplexes Thema wie den AK Vorrat in aller Kürze dar?

Es war uns schnell klar, mit der üblichen Textversion wird es entweder eine Bleiwüste oder eine Dokumentation, die nur wenige erreicht. Die Frage war also, kann man den AK Vorrat und die ihn ausmachen in einem einzelnen Bild darstellen? Die Antwort fanden wir in der ägyptischen und asiatischen Mythologie. Der Baum des Lebens von Heliopolis und die Palmblattbibliothek schienen uns als Ausgangspunkt geeignet.

Von weitem sieht man (kleine Version oben) zunächst nur ein Palmblatt, damit ergibt sich die Analogie zum Thema. Datenschutz ist nichts, das man sofort erfassen kann, meist erst dann, wenn man selbst zum Betroffenen wurde. Bewegt man sich ins Thema (oder eben auf das Palmblatt) zu, dann entdeckt man plötzlich Details.

 

Die Lösung war damit vorgegeben und entwickelte sich zu einem Bild, das im Original auf Leinwand (119x168 cm) künftig unsere Geschäftsstelle ziert. 100 numerierte Vorabzüge stellen wir zusätzllich zur Verfügung, wie auch die Bilddatei in DIN A3.

Obwohl wir im Bild reichlich Fakten und Namen untergebracht haben, bleibt das Werk unvollendet. Wir waren bemüht, all diejenigen, die wir in den vergangenen 5 1/2 Jahren wahrgenommen haben, stellvertretend für die vielen ungenannten und  unbekannten ins Bild aufzunehmen. Gleichwohl wissen wir, daß wir den ein oder die andere wahrscheinlich übersehen haben. Gleiches gilt für die große Anzahl an unterstützenden Organisationen.

 

Wir widmen das Bild allen, die dem AK Vorrat mit Taten Leben eingehaucht haben, auch mit der größten Verfassungsbeschwerde aller Zeiten in die Öffentlichkeit gebracht haben und somit dem vorläufigen Höhepunkt, der Urteilsverkündung des Bundesverfassungsgerichtes, zugeführt haben.

 

Eine Original-Reproduktion des Bildes wird Bestandteil der Wanderausstellung "Webtivism - Widerstand in der digitalen Gesellschaft", die am 23.Mai vorgestellt wird.

Wer Interesse an einer größeren Version des Bildes hat, kann sich per This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it gerne an uns wenden.

 

 

Zur mündlichen Verhandlung in Sachen Vorratsdatenspeicherung

 

Die Einzelbetrachtung zur Verhandlung, sie wurde so oft kommentiert, daß es wirklich nicht noch einer Darstellung bedarf. Die Fakten und die einzelnen Ausführungen sind bekannt. Diesen Eindruck erhielt man auch während der Verhandlung, die gemessen am Informationsgehalt nur wenig neues zu Tage beförderte. Spannend war das konsolidierte Gesamtbild, das auch den Richtern bei Ihrer Herausforderung, das alles zu einem Urteil zu bringen, möglicherweise dann doch noch hilfreich war.

 

Ein etwas anderer Kommentar über eine Verhandlung, die längst alle Grenzen des Themas gesprengt hat.

Marcus Cheperu zum "unentdeckten Land" im Präventionsstaat.

 

 


Urteil zur VDS


Am 02.03. kommt es zu einem Höhepunkt des fünfeinhalbjährigen Bestehens des AK Vorratsdatenspeicherung. Das Bundesverfassungsgericht wird über die Vorratsdatenspeicherung urteilen und wohl auch Grundsätzliches mit auf den Weg geben. Ein paar Fakten aus dem Friedrich Schüler Archiv zu einer Initiative, der diese Entwicklung am 30.09.2004, dem Tag der ersten Pressemitteilung zum Thema kaum jemand zugetraut hätte - der AK Vorrat in (Archiv-)Zahlen:


2.673 Seiten Dokumentation Verfassungsbeschwerde (mit Quellen); 16.307 Blatt Dokumentation in deutscher Sprache, davon 4.856 Presseberichte; 3.048 fremdsprachige Dokumente, 192 unterstützende Organisationen und Initiativen; 452 Namenseinträge, 8.821 Fotographien, 516 Video-Dateien, 147 Audiodateien, 117 Plakate, 271 Flyer, 72 Aufkleber, knappe 90.000 dokumentierte Euro (darunter: 11.340 € Großspende von spreadshirt), zahlreiche Gadgets und Kunstobjekte, 324 Veranstaltungen, 16 größere und große Demonstrationen, knapp 98.700 Online-Unterstützer, 34.939 Beschwerdeführer und die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten.

 

P.S. Es fehlen uns im Archiv sicher noch jede Menge Materialien aus den Regional- und Ortsgruppen.



 

 


praemonitusPraemonitus startet am 4. Januar 2010 zur letzten Testphase. Das Frühwarnsystem zu potentiellen Bürgerrechtsbeschränkungen aus Gesetzen und Verordnungen der EU sowie in Bund und Ländern erlaubt neben dem Austausch von Informationen zu aktuellen Gesetzen und Verordnungen die Verfolgung bereits im Entwurfsstadium und trägt damit zur frühzeitigen Erkennung von Problemstellungen bei. Kernelement ist dabei eine vollverschlagwortete Datenbank, die zentralen Zugriff auf die relevanten Dokumente und Hintergrundinformationen bietet und die Nutzer automatisch über Neuzugänge im jeweiligen Thema informiert. Darüber hinaus werden regelmäßig Übersichten nach Sachgebiet/Thema und Bearbeitungsstand für die Nutzer erzeugt. Das System verlinkt über die Klassifizierung automatisch die Ansprechpartner aus Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung.

 
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